„Wo ist Behle?“ war die Frage, die Bruno Moravetz bei den Winterspielen 1980 stellte und die ihn weit über den Sport hinaus bekannt machte. Kürzlich ist Bruno Moravetz im Alter von 92 Jahren im Allgäu gestorben (Christof Kneer, SZ 2.1.14). Er gehörte zu der Garde der großen Alten in der Sportreportage wie
Gerd Mehl,
Gerd Krämer,
Heinz Maegerlein,
Harry Valerien.
Das waren Männer, die Geschichten zu erzählen hatten. Die auf intensiver Recherche beruhten. Bruno Moravetz hat von elf Winter- und von fünf Sommerspielen berichtet. Der ausgebildete Zeitungsjournalist war Pressechef bei Kreidler („Florett“) gewesen. Beim ZDF setzte er sich ein für Sportarten wie Fechten und Kanu.
Der vollständige Moravetz-O-Ton vom 15-km-Langlauf lautete: „Die ganze feine Gesellschaft des Langlaufens hinter Behle. Wer glaubt denn das? Da müsste man jetzt Behle sehen. Der Schimmelreiter, unsichtbar, geheimnisvoll. Ja, haben die denn was gegen Behle? Oder ist er nicht da? Oder was ist denn los?“
Die Weltregie war noch nicht so weit wie Bruno Moravetz. Der kannte nicht nur seinen Theodor Storm, sondern auch seinen Goethe.