Die Universität Freiburg gilt seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts als ein Mekka des Dopings. Dafür stehen die berühmten Sportmediziner
Herbert Reindell,
Armin Klümper und
Joseph Keul,
die bei deutschen Sportverbänden höchste Funktionen wahrnahmen. Unmittelbar des Dopings überführt wurden die Mediziner
Georg Huber,
Lothar Heinrich und
Andreas Schmidt.
Sie wurden deswegen 2007 von der Universität Freiburg suspendiert. Die Untersuchungen einer Evaluierungskommission, die in den letzten Jahren von der international hoch angesehenen belgischen Anti-Doping-Spezialistin Letizia Paoli geleitet wurde, scheinen von der Universität Freiburg behindert worden zu sein.
Nun kommt der Nestor der seriösen Anti-Doping-Berichterstattung, Thomas Kistner, in der SZ (19.3.13) zu der These, dass spanische Doper wahrscheinlich in Freiburg „gelernt“ haben. 23 spanische Gastärzte an der Universität Freiburg von 1972 bis 1989 sind namentlich bekannt. Wahrscheinlich waren es noch sehr viel mehr. Dazu gehörten
Eduardo Escobar,
Inaki Arratibel und
Jose Aramendi.
Kistner schreibt: „Escobar betreute viele Jahre lang die Fußballprofis des spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian – im Zuge des Prozesses um den Madrider Blutpfuscher Eufemiano Fuentes wurde er soeben beschuldigt, Dopingmittel in geradezu besorgniserregenden Umfängen eingekauft zu haben. Kollege Arramendi soll Anfang der neunziger Jahre sogar mit dem später überführten Freiburger Dopingarzt Andreas Schmidt das Team Telekom betreut haben; später ging er zum ähnlich berüchtigten spanischen Once. Dessen damaliger Chef Manolo Saiz sitzt neben Fuentes auf der Anklagebank.“