204: Wo sind die Rolex-Uhren von Gianluigi Buffon geblieben ?

Mehr als 1,5 Millionen Euro sind im Jahr 2010 innerhalb von neun Monaten vom Konto des italienischen Nationatorwarts Gianluigi Buffon (Juventus Turin) auf das Konto einer Wettannahmestelle in Parma geflossen, die einem Freund Buffons gehört. Die italienische Finanzpolizei fand 14 Schecks. Nach dem Statut des italienischen Fußballverbands ist es Profifußballern nicht gestattet, sich an Sportwetten zu beteiligen. Soweit ist das klar. Buffon zeigt seine ganze Uneinsichtigkeit durch seinen Satz: „Ich mache mit meinem Geld, was ich will.“

Zudem bestreitet er, gewettet zu haben. Das Geld sei für eine Uhrensammlung, Gemälde und Grundstücke für Freunde ausgegeben worden. Sein Anwalt Marco Valerio Corini: „Für den größten Überweisungsbetrag wurden zwanzig Rolex gekauft. Die liegen seit Monaten in Buffons Safe. Wir können für jeden Geldfluss beweisen, dass er nicht für Sportwetten eingesetzt wurde.“ Inzwischen ist die Wettannahmestelle in Parma von der Polizei durchsucht worden. Wir warten auf das Ergebnis. Kommt es noch vor der Europameisterschaft? Oder nicht? Buffon hat es sich nicht nehmen lassen, indirekt die Manipulation von Spielen durch arrangierte Unentschieden zu rechtfertigen. Dafür steht sein Satz: „Besser zwei Verletzte als ein Toter.“

Die beiden Abwehrspieler Leonardo Bonucci und Domenico Criscito werden der Bildung einer kriminellen Vereinigung und des Sportbetrugs beschuldigt. Nationaltrainer Cesare Prandelli hat Criscito bereits beurlaubt. Bonucci gehört noch zum Kader. Mittlerweile hat Italiens Ministerpräsident Mario Monti eine dreijährige Zwangspause für den italienischen Profifußball vorgeschlagen, um den Sumpf des Wettbetrugs ganz auszutrocknen. Für Trainer Prandelli, der 2010 kam und einen Ethik-Code erlassen hat, kommt ein Verzicht auf die Fußballeuropameisterschaft in Betracht.

Wir Fußballfreunde und Bewunderer der großartigen italienischen Fußballspieler, die 2006 in Deutschland Weltmeister wurden, sind fassungslos. Anscheinend gibt es kontinuierlich den Sumpf des Wettbetrugs im italienischen Fußball.

Da ist eine Zwangspause angebracht.

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