Deutschland bei der Pressefreiheit auf Rang 16, China auf Platz 174 fast am Ende

In der Rangliste der Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) steht Deutschland bei der Pressefreiheit auf Platz 16. „Schwierig sind hier vor allem der Zugang zu Behördeninformationen sowie der Schutz von Quellen und Informanten.“ An der Spitze der Rangliste rangieren Finnland, Norwegen, Estland und die Niederlande.

1. Finnland und Norwegen

3. Estland und Niederlande

5. Österreich

6. Island und Luxemburg

8. Schweiz

9. Kapverden

16. Deutschland, Zypern und Jamaika

28. Großbritannien

47. USA

172. Vietnam

174. China

179. Eritrea

Die größte Verbesserung in der Rangliste erreichte Niger, wo sich die innenpolitische Lage nach den Wahlen im Januar stabilisierte. Das Land stieg um 75 Positionen auf Rang 29.

Insgesamt sei die Arbeit von Journalisten aber deutlich schwieriger und gefährlicher geworden. „In vielen Ländern scheint eine Kultur der Gewalt gegen die Medien inzwischen tief verwurzelt zu sein“, so RGO. Dies gelte für Mexiko (Platz 149) und Honduras (Platz 151) genau so wie für Pakistan (Platz 151), wo im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge die meisten Journalisten getötet worden seien.

Nach wie vor herrschten in Europa die besten Arbeitsbedingungen – auch wenn sich die Schere zwischen den einzelnen Staaten weiter öffne. Bulgarien (Platz 80) und Italien (Platz 61) fielen deutlich zurück und gehören mit Griechenland (Platz 70) zu den Schlusslichtern der EU. In Bulgarien seien Journalisten, die über Korruption und organisierte Kriminalität berichteten, bedroht und gezielt angegriffen worden. Großbritannien verschlechterte sich vor allem wegen der Abhöraffäre bei „News of the World“ von Platz 19 auf 28. Der am schlechtesten platzierte Staat Osteuropas ist Weißrussland (Platz 168), wo Alexander Lukaschenko nach der Niederschlagung von Demonstrationen im Dezember 2010 über 100 Blogger und Journalisten verhaften lassen hat.

Die USA fielen um 27 Positionen auf Platz 47 zurück. Hier behinderte die Polizei die Berichterstattung über Occupy-Proteste. Innerhalb von zwei Monaten wurden mehr als 25 Fälle bekannt, in denen Journalisten verhaftet oder geschlagen wurden. Auch in China (Platz 174) hat sich 2011 die Lage verschlechtert. Nach Protesten in der arabischen Welt hat das Regime die Überwachung der Medien, insbesondere im Internet, verstärkt. „In keinem anderen Land sitzen mehr Journalisten und Blogger im Gefängnis.“

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