Florian Busch wegen Dopings nicht in der Eishockey-Nationalmannschaft

Marc Heinrich berichtet am 19.11. in der FAZ davon, dass der Topscorer der Berliner „Eisbären“, Florian Busch, nicht in der Eishockey-Nationalmannschaft spielt, weil er sich nach dem verweigerten Doping-Test vom März 2008 dazu nervlich nicht in der Lage sieht. Es ist der zweite einschlägige Fall nach Sascha Goc von den „Hannover Scorpions“. Wie der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, mitteilt, hat Florian Busch „panische Angst wieder einen Fehler zu machen. Er sagt, er sei den Anforderungen nicht gewachsen.“ Nach Reindl kommt Busch mit den Richtlinien einfach nicht zurecht.

Eishockey-Nationalspieler werden im „nationalen Testpool“ geführt. Sie sind zu Beginn eines Quartals verpflichtet, am Rechner ihre Aufenthaltsorte für die kommenden drei Monate mitzuteilen. Alle Aktivitäten an Schule, Universität oder Arbeitsplatz müssen auf dem letzten Stand gehalten werden, auch Übernachtungsorte, Trainingszeiten im Verein und Wettkampftermine. Nach Buschs Verweigerung des Doping-Tests 2008 war die Welt-Doping-Agentur (Wada) eingeschaltet worden, die den Fall an Internationalen Sportgerichtshof (Cas) in Lausanne weitergeleitet hatte. Im November 2008 endete das Verfahren mit einem Freispruch Buschs vor dem Schweizer Bundesgerichts wegen formaler Gründe.

Der Manager der Berliner „Eisbären“, Peter John Lee, wirbt um Verständnis für Florian Busch. „Man muss sich in Florian Buschs Lage versetzen, um richtig zu verstehen, was er fühlt. Wenn man einmal mit dem Flugzeug abgestürzt ist und diesen Absturz überlebt hat, dann wird man auch nicht so schnell und ohne Bedenken wieder in ein Flugzeug steigen. Ähnlich ist das bei ihm auch.“

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