Wie der „Spiegel“ vom 15.11.10 berichtet, war der zwölfjährige Kartfahrer Igor Walilko bei einem Rennen in Ampfing/Bayern im Juli gedopt. Im Oktober sperrte ihn der Internationale Automobilverband (FIA) für zwei Jahre (Höchststrafe). Bei Walilko war das Aufputschmittel Nikethamit nachgewiesen worden. Die Substanz ist in rezeptfreien Lutschbonbons enthalten. Walilkos Vater, ein Metall-Unternehmer aus Zielona Góra (Polen), kann sich das Doping nicht erklären.
Walilkos Anwalt, Michael Lehner aus Heidelberg, sieht in dem Beschluss der FIA ein „Unrechtsurteil“. Er will vor den Internationalen Sportgerichtshof ziehen. Sein Mandant sei strafunmündig, werde aber behandelt wie ein „krimineller Doper“.
Vielleicht ist Igor Walilko strafunmündig und trotzdem gedopt gewesen.