3976: Werbung, die krank macht, verbieten !

Wenn es um etwas so Lustvolles wie Essen und Trinken geht, kann Werbung gefährlich werden. Einer Adipositas-Epidenie ist schwerer beizukommen als einer Covid-Pandemie. Falsche Ideen von dem, was gut, lecker und tröstlich ist, kommen in der Werbung vor. Das verursacht immense Kosten und Leid. Da können breite Werbeverbote für ungesunde Produkte helfen.

So haben britische Wissenschaftler in einer Studie festgestellt, dass der Stopp der Junk-Food-Reklame in Londoner Verkehrsmitteln, der seit 2019 gilt, 100.000 Fälle von Übergewicht verhindert haben könnte. Verglichen wurde das Einkaufsverhalten in London mit dem auf dem flachen Land. Auch die Ampelkoalition will mit einem Werbeverbot für Junk-Food in Fernseh-Kindersendungen tätig werden. Kinder, die Fast-Food-Werbung sehen, essen doppelt so häufig Fast-Food wie andere Kinder. Sie sind dadurch adipositas-gefährdet. „Werbung für ungesunde Produkte muss als das erkannt werden, was es ist: ein gefährliches Virus, das sich in die Köpfe setzt und Menschen krank machen kann.“ (Christina Berndt, SZ 6./7.8.22)

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