3714: Peter Bogdanovitchs Filme werden im Himmel gespielt.

Den Durchbruch schaffte er mit „The last Picture Show“ (1971): Peter Bogdanovitch, der im Alter von 82 Jahren gestorben ist. Der Sohn eines serbischen Vaters und einer österreichisch-jüdischen Mutter hatte bei Roger Corman, dem Meister des B-Pictures, gelernt. Ins Kino kamen die Teenager damals, weil sie dort die ersten Küsse und Berührungen austauschen konnten. Das Objekt der Begierde war Cybill Shepherd. In „Is was, Doc“ (1972) war es Barbara Streisand. „Aber es war die Aufgabe der Männer, den Mut und die Schönheit dieser Frauen zu inszenieren.“ (Claudius Seidl, FAZ 8.1.22) Wir sind heute noch schockiert von ihrer erotischen Risikobereitschaft.

Peter Bogdanovitch ging noch einen Schritt weiter. „Einer der Teenager hat endlich das Mädchen, das er so gern küssen möchte, zu einem Kino-Date überreden können. Doch als sie da im Dunkeln sitzen und sie sich ihm zuwendet und die große Knutscherei endlich losgehen könnte, ist er so gebannt von der flimmernden, glitzernden Leinwand, dass er sich lieber den Film weiter anschaut.“ (David Steinitz, SZ 8./9.1.22) An diese beiden Riesenhits konnte Bogdanovitch nie wieder anschließen, obwohl er die Inszenierungskunst eines Orson Welles, die narrative Ökonomie eines Howard Hawks un die emotionale Integrität eines John Ford studiert hatte. Er arbeitete wieder als Journalist. Für das Magazin der SZ hat er Kirk Douglas, Lauren Bacall, Jack Nicholson und Jerry Lewis interviewt.

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