3166: Der Jogi muss weg.

Wir wissen nicht erst seit dem 0:6 von Sevilla, wie begrenzt die Möglichkeiten von Jogi Löw als Bundestrainer sind. Sondern auch das Desaster bei der WM 2018 zeigt das. In letzter Zeit war der Jogi besonders „erdenfern“. Und wir konnten erkennen, was er alles nicht tut, etwa führen. Trotzdem bescheinigt ihm die DFB-Spitze ein „klares Konzept“. Da profitiert Joachim Löw von dem Streit in der DFB-Führung und der Schwäche von Präsident Keller, der viele Gegner hat. Da kann der Jogi selbst als „kämpferisch“ erscheinen und sogar behaupten, seine Weiterbeschäftigung nach der Niederlage gegen Spanien hätte man früher haben können.

Unterstützung erhält Jogi natürlich aus dem Profilager, das seine eigenen Ziele verfolgt und nicht immer hauptsächlich die Nationalmannschaft im Blick hat. Hier wird uns klar, dass die wirklichen Spitzenspieler bei den Terminierungen von Fifa und Uefa völlig überlastet sein müssen. Und dann manchmal flügellahm sind. Joachim Löw lässt sich dann nicht blicken. Und seine Verteidiger sagen: Das hat er doch schon immer so gemacht. Stimmt! Das Thema Hummels-Boateng-Müller stellt sich nicht. Aber die Mitverantwortung von Oliver Bierhoff wird klar. Der muss mit dem Jogi weg. Dem fiel ja nach der 0:6-Niederlage nichts anderes ein, als mit seinen Ko-Trainern Marcus Sorg und Andreas Köpke zu konferieren. Und mit seinem Mentor Urs Siegenthaler (Philipp Selldorf, SZ 1.12.20; Christoph Kneer, SZ 1.12.20; Philipp Selldorf, SZ 2.12.20). Das bringt alles nichts.

Worum es wirklich geht, ist, dass noch kein neuer Mann gefunden worden ist. Aber es gibt dafür geeignete Personen. Man muss sie nur wollen und suchen. Und wenn Kandidaten wie Hansi Flick, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp, die am Stammtisch hoch geschätzt werden, gegenwärtig nicht zur Verfügung stehen, dann heißt das nicht, dass man in England, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Italien niemand finden kann. Ja, es kommen auch Ausländer in Frage! Das wissen wir doch. Von seinen bereits erwiesenen Kompetenzen her ein guter Mann wäre Ralf Rangnick. Aber der ist nicht volkstümlich genug, was heute auch wichtig ist. Außerdem hatte er sich einstmals bereits einen Burn Out geleistet. Der kommt also auch nicht in Frage.

Also: Sucht mal schön. Denn wer suchet, der findet!

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